Feierliche Eröffnung der Ausstellung „Deine Anne“

Dass Anne Frank bewegt, war in der Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung „Deine Anne“ deutlich zu spüren.

Durch die eindrucksvolle Lesung einzelner Tagebuchpassagen durch die Schauspielerin, Blanche Kommerell, war Anne Frank an diesem Abend von Anfang an in der Johanniskirche präsent.

Viele der Redebeiträge waren sehr persönlich. So z.B. der von Oberbürgermeister Thomas Zenker, der die Ausstellung „Deine Anne“ im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit in der Netzwerkstatt der Hillerschen Villa vor einigen Jahren selbst an die Schkola Ebersbach geholt hatte. Aufgrund seiner damaligen Erfahrungen hat er das Projekt „Deine Anne Zittau“ mit angeregt und von Anfang an unterstützt. Er rief dazu alle Anwesenden dazu auf, dafür zu sorgen, dass viele, viele Menschen aus Zittau und Umgebung diese Ausstellung sehen. Antisemitismus, Rassimus und andere Arten von Diskriminierung seien nach wie vor Themen, mit denen wir uns hier in unserer Region auseinander setzen müssen, wie aktuelle Ereignisse und Diskussionen zeigen.

Die 13jährige Madlen Bock ließ die Zuschauer*innen die Zerrissenheit der jungen Anne in ihrer Tanzperformance mit einer körperlichen Tiefe erleben, die nicht mit Worten widerzugeben ist und die das Publikum sehr beeindruckt hat.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung kamen Menschen zu Wort, die am Projekt „Deine Anne“ mitwirken.

So berichteten die Peer-Guides von ihrem Einführungsseminar. Mit Referent*innen des Anne Frank Zentrums haben sich die Jugendlichen in den zwei Tagen vor der Eröffnung Wissen über Anne Frank und die Zeit des Nationalsozialismus erarbeitet und sich methodische Kompetenzen für die Ausstellungsbegleitungen angeeignet. Es war zu merken, dass sie viele Impulse mitnehmen, aber auch Respekt vor ihrer Aufgabe haben, in den kommenden Wochen zahlreiche Schulklassen durch die Ausstellung zu führen.

Weiterhin berichteten Jenny Böttcher vom Café X und der Künstler Frank Hiller von Ihren Kunstprojekten, die sie im Rahmen der Kunstaktion „Tagebuchanstöße im Stadtraum“ durchgeführt haben bzw. noch durchführen. Insgesamt haben sind an der Kunstaktion über 40 Künstler*innen und Jugendliche beteiligt und sich mit Zitaten von Anne Frank künstlerisch auseinander gesetzt. Anhand von Bildbeispielen konnten sich die Teilnehmenden davon überzeugen, wie eindrucksvoll und vielfältig die entstandenen Kunstwerke sind, die während der nächsten Wochen in den Schaufenstern leerer Läden ausgestellt sind.

Mit einem Ausblick auf das Programm und Musik von Linus Haagen endete die Veranstaltung, die vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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